Von der Redaktion Wärmepumpen Vergleichsportal · Stand: 30. September 2026, 17:03 Uhr
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 inklusive Einbau typischerweise 20.000 bis 50.000 Euro. Im Altbau liegt der Mittelwert eher bei rund 35.000 Euro, im Neubau kann es ab etwa 20.000 Euro losgehen. Nach der KfW-Förderung bleibt oft ein Eigenanteil von 5.000 bis 25.000 Euro. Hier siehst du, woraus sich der Preis zusammensetzt und was ihn treibt.
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ToggleDie kurze Antwort
- Luft-Wasser: Gerät ca. 8.000 bis 16.000 Euro, dazu Installation und Zubehör ca. 7.000 bis 15.000 Euro.
- Sole-Wasser (Erdwärme): Gerät ca. 10.000 bis 18.000 Euro, dazu Erdsonde ca. 8.000 bis 16.000 Euro.
- Altbau-Zuschlag: Heizkörpertausch, hydraulischer Abgleich, neue Elektrik und Leitungen können weitere 5.000 bis 20.000 Euro kosten.
- Förderung: 30 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 22.400 Euro Zuschuss.
- Betrieb: Stromkosten ca. 750 bis 1.600 Euro pro Jahr.
Kosten nach Wärmepumpen-Typ
| Typ | Gerät | Installation und Zubehör | Wärmequelle | Summe (ohne Altbau-Zusatz) |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | 8.000–16.000 € | 7.000–15.000 € | keine Erschließung | ca. 15.000–31.000 € |
| Sole-Wasser, Erdsonde | 10.000–18.000 € | 7.000–15.000 € | Bohrung 8.000–16.000 € | ca. 25.000–49.000 € |
| Sole-Wasser, Flächenkollektor | 10.000–18.000 € | 7.000–15.000 € | 3.000–10.000 € | ca. 20.000–43.000 € |
| Wasser-Wasser (Grundwasser) | 10.000–20.000 € | 7.000–15.000 € | Brunnenbohrung (nicht beziffert) | ab ca. 17.000–35.000 € zuzüglich Brunnen |
Richtwerte nach ADAC (Stand Juli 2026), Summen aus den Einzelposten addiert und gerundet. Der ADAC nennt für die Gesamtkosten inklusive Installation 20.000 bis 50.000 Euro.
Wichtig: Diese Zahlen sind Spannen, keine Angebote. Was du tatsächlich zahlst, hängt vor allem vom Haus ab – dazu gleich mehr.
Woraus sich der Preis zusammensetzt: Beispiel Luft-Wasser im Altbau
Grafik 1 · Kostenaufbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau
Modellrechnung mit Unter-, Mittel- und Obergrenze der ADAC-Spannen: Gerät 8.000 / 12.000 / 16.000 €, Installation 7.000 / 11.000 / 15.000 €, Altbau-Zusatz 5.000 / 12.500 / 20.000 €. Die Summe liegt im ADAC-Gesamtrahmen von 20.000 bis 50.000 €.
Einzelposten zur Orientierung nach Angaben von 1KOMMA5°: Pufferspeicher etwa 1.000 bis 2.500 Euro, Elektrik (Zählerschrank) im Altbau etwa 1.000 bis 2.000 Euro, eine nachträgliche Fußbodenheizung etwa 30 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Erdsonden-Bohrungen kosten etwa 50 bis 100 Euro pro Meter, Grundwasser-Bohrungen 100 bis 150 Euro pro Meter. Ein 120-Quadratmeter-Einfamilienhaus im Neubau liegt danach ab etwa 20.000 Euro, im Altbau bei rund 28.000 bis 32.000 Euro.
Was den Preis nach oben treibt
- Vorlauftemperatur und Heizkörper: Sind die Heizkörper zu klein oder das Haus schlecht gedämmt, kommen Heizkörpertausch oder Sanierung dazu.
- Wärmequelle: Erdsonde und Brunnen kosten Zehntausende Euro mehr als die Luft als Quelle.
- Elektrik: Ein alter Zählerschrank muss oft erneuert werden.
- Aufstellort: Lange Leitungswege, Fundament und Schallschutz erhöhen die Kosten. Wo das Außengerät idealerweise steht, erklärt unser Beitrag zum Standort des Außengeräts.
- Leistung: Ein zu großes Gerät ist teurer und oft ineffizienter als ein passend ausgelegtes.
- Region und Handwerker-Auslastung: Angebote unterscheiden sich je nach Betrieb erheblich.
Was nach der Förderung übrig bleibt
Die KfW-Förderung (Programm 458) besteht aus 30 Prozent Grundförderung, bis zu 40 Prozent Einkommensbonus und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus, insgesamt bis zu 80 Prozent. Förderfähig sind höchstens 28.000 Euro im Einfamilienhaus, der maximale Zuschuss beträgt also 22.400 Euro. Kosten darüber trägst du voll selbst:
| Gesamtkosten | Zuschuss bei 46 % (Grund + Klima) | Eigenanteil | Zuschuss bei 80 % (Einkommen bis 30.000 €) | Eigenanteil |
|---|---|---|---|---|
| 25.000 € | 11.500 € | 13.500 € | 20.000 € | 5.000 € |
| 35.500 € | 12.880 € | 22.620 € | 22.400 € | 13.100 € |
| 45.000 € | 12.880 € | 32.120 € | 22.400 € | 22.600 € |
Modellrechnung. Die 28.000-€-Grenze begrenzt den Zuschuss auf 12.880 € bzw. 22.400 €. Ob du den Klimageschwindigkeitsbonus erhältst, hängt von deiner bisherigen Heizung ab.
Den Effekt der Deckelung siehst du an der Zeile mit 45.000 Euro: Ab 28.000 Euro förderfähigen Kosten wird jeder weitere Euro nicht mehr bezuschusst. Ein teureres Angebot kostet dich damit den vollen Mehrpreis. Ob Zuschuss oder Steuerbonus für dich besser ist, klärt unser Beitrag Wärmepumpe steuerlich absetzen.
Und danach: laufende Kosten
Die Betriebskosten liegen laut ADAC bei etwa 750 bis 1.600 Euro pro Jahr, je nach Haus, Effizienz und Strompreis. Dazu kommt die Wartung. Was sie kostet und was Pflicht ist, steht in unserem Beitrag zur Wartung. Ob sich der Wechsel gegenüber Gas rechnet, zeigt die Rechnung für 2026 bis 2040.
So vergleichst du Angebote richtig
- Hole mindestens drei Angebote ein und vergleiche Positionen, nicht nur die Endsumme.
- Achte darauf, ob hydraulischer Abgleich, Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Elektroarbeiten, Demontage der alten Heizung und Förderantrag enthalten sind.
- Frag nach der Heizlastberechnung. Sie zeigt, ob das Gerät richtig dimensioniert ist.
- Lass dir Kältemittel, Schallleistung und Jahresarbeitszahl nennen.
- Kläre Zahlungsplan, Festpreis und Ausführungszeitraum schriftlich.
- Stelle den Förderantrag vor Beginn der Arbeiten und schließe den Vertrag nur mit aufschiebender oder auflösender Bedingung zur Förderzusage ab.
Fazit: Nicht der Listenpreis zählt, sondern der Eigenanteil
Zwischen 20.000 und 50.000 Euro ist eine große Spanne – gerade im Altbau entscheidet der Zustand des Hauses. Ein guter Vergleich zeigt dir dein Haus in Zahlen: Gesamtpreis, Zuschuss, Eigenanteil und Betriebskosten. So erkennst du, ob ein Angebot fair ist oder Posten fehlen. Genau dafür lohnt sich der direkte Vergleich mehrerer Angebote.
Quellen
- ADAC – Wärmepumpe: Funktion, Kosten, Förderung (Stand Juli 2026)
- 1KOMMA5° – Alle Kosten für Wärmepumpen 2026 im Überblick
- KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen (458)
Passend dazu: Wärmepumpen Angebote: Preise, Checkliste und kostenlos vergleichen
